F. M. Alexander |
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Die konstruktive bewusste Kontrolle des individuellen Menschen
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Nach und nach realisierte er, dass seine Technik auf weite Bereiches des täglichen Lebens anwendbar war und sie wesentlich zu Gesundheit und Wohlgefühl beitragen konnte. Alexander übersiedelte 1904 nach London. Nach kurzer Zeit erzielte er mit seiner praktischen Lehrtätigkeit erste Erfolge und speziell Schauspieler, aber auch Ärzte, erkannten rasch die Bedeutung seiner Arbeit. Er veröffentlichte mehrere Publikationen über die positiven Einflüsse der Alexander-Technik auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen. In Man`s Supreme Inheritance (Des Menschen höchstes Erbe, 1910) publizierte er erstmals seine aus dem praktischen Unterricht heraus entwickelte Hypothese von der Möglichkeit der bewussten Steuerung - dem bewussten "Gebrauch" - unseres Selbst. Während der Zeit von 1914 bis 1924 unterrichtete F.M. Alexander regelmässig in New York und Boston. Dabei wurde John Dewey, der bekannte amerikanische Philosoph und Pädagoge, sein Schüler und Anhänger. Dewey schrieb in dieser Zeit jeweils das Vorwort zu den weiteren Publikationen von F.M. Alexander. So zu der neuen Auflage von Man`s Supreme Inheritance(1918), zu Constructive Conscious Control of the Individual (Konstruktive bewusste Steuerung des Individuums,1923) und "The use of the Self" (Der Gebrauch des Selbst, 1932). In diesen Büchern entwickelte und erweiterte F.M Alexander seine Thesen und demonstrierte sie an Beispielen aus seiner Praxis. Beim Ausbruch des 2. Weltkriegs 1939 begab er sich in die USA. Hier schloss er die Arbeit zu seinem letzten Buch The universal Constant in Living (Die universelle Konstante im Leben, 1942) ab. Er bekräftigte in diesem Buch seine bisher gemachten Aussagen, nämlich, dass wir uns kontinuierlich „gebrauchen“, dass die Art und Weise dieses „Gebrauchs“ dauernd unsere Funktionalität und Reaktion beeinflusst und dass wir fähig sind, dies zu unserem Vorteil wie auch für unser Wohlbefinden einzusetzen und zu nutzen. Nach seiner Rückkehr nach London (1947) erlitt F.M. Alexander einen Schlaganfall, der seine linke Körperhälfte lähmte. Durch die Anwendung der Alexander-Technik genas er vollständig, konnte weiterhin unterrichten - und dies bis wenige Tage vor seinem Tode im Jahre 1955. Quelle: Constructive Conscious Control of the Individual, F.M. Alexander STAT Bocks, 1997. Übersetzung: H. Müller |
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Warum Alexander Technik? |
| Wohlbefinden ist lernbar – Alexander Technik Sie sind gerade daran, diese Zeilen zu lesen. Wie geht es Ihnen dabei? Sind Sie voller Tatendrang und Energie, oder werden Sie behindert durch Verspannungen in den Schultern, vielleicht sogar Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder sind Sie einfach müde und niedergeschlagen ? Wie verläuft unser Alltag: Wir gehen oder wir sitzen.
Wir runzeln denkend die Stirn oder diskutieren intensiv. Wir arbeiten vor dem Bildschirm, am Fabrikarbeitsplatz oder im Garten, Wir lernen, treiben Sport oder musizieren Wir tragen Lasten, rennen auf den Zug oder stressen uns im Auto. Wir planen und pressieren dann beim Ausführen. Wir halten den Atem an oder lachen. Wir bewegen uns den ganzen Tag oder werden von äusseren Kräften bewegt Automatisch und unbewusst verschwenden wir bei all dem oft unnötig Kraft und Energie durch fehlende Lockerheit. Wir haben uns so an unsere Verspanntheit gewöhnt, dass sie sich normal anfühlt. Das muss nicht so weitergehen. Die Alexander-Technik - das Lernen der Leichtigkeit Sie beginnen, Ihre Bewegungs- und Verhaltensgewohnheiten in Ihrem täglichen Tun zu beobachten und erforschen Ihre Reaktionen darauf. Die Alexander-Technik ist damit eine durchwegs praktische Erfahrung. Sie ist ein Lernprozess, der uns im Alltag begleitet und weiter wirkt. Sie verhilft zu körperlicher Leichtigkeit, stärkt das Selbstvertrauen und verbessert damit das persönliche Wohlbefinden. Die Alexander-Lehrerin unterstützt mit mündlichen Hinweisen und durch behutsame Anleitung ihrer Hände die bessere, wohl koordinierte Art des Umgangs mit sich selbst. Dabei wird während einer Bewegung oder einer geistigen Aktivität die Verbindung von Kopf, Hals und Rücken, im Zusammenspiel mit dem ganzen Körper, besonders berücksichtigt. Denn die Qualität dieser Beziehung hat einen zentralen Einfluss auf die Bewegungen und Haltungen jedes Menschen. Kennen lernen können Sie die interessanten Grundlagen der Alexander-Technik in Einzellektionen, sowie in Gruppen- und Ferienkursen und dabei über die gesteigerte Qualität Ihres persönlichen Befindens staunen. Die neuen Ideen übertragen Sie dann praktisch und auf spielerische Art und Weise auf Ihr Tun im Alltag. |
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