|
|
Pädagogik
|
|
Ein Alexander-Technik-Pilotprojekt mit der 2. Sekundarschule, Schulhaus Junkholz, 5610 Wohlen
Januar – Juni 2004
|
| Thema: |
„Wohlbefinden ist lernbar“ - Eine Einführung in die Alexander-Technik
|
| Leitung: |
Ella Keusch
Sekundarlehrerin
Steingasse 7
5610 Wohlen
T/F 056 622 73 89
|
Rosa Luisa Rossi
Dipl.Lehrerin der Alexander-Technik
Im Theodorshof 13
4310 Rheinfelden
T/F 061 831 51 19 |
| Unser Dank gilt Dir,
Stefan Chr., Sonja F., Roger K., Pascal H., Sarah Ae., Stefan B., Patricia W., Marco S., Luca W., Natalie H., Aferdita S., Barbara R., Roman Sch., Alexandra R., Isabella R., Marco B., Mauro M., Liri R., Selina S.
und Ihnen,
Frau Edith Frey, Schulleiterin des Junkholzschulhauses, Wohlen
Denn ohne die Einwilligung und das Interesse Ihrerseits und Eurerseits, sich mit einer unbekannten Idee auseinander zu setzen und damit Erfahrungen zu machen, hätten wir dieses Projekt nicht durchführen können.
„Es gibt nichts Gutes – ausser man tut es!“
Schlussbericht
Für das gute Gelingen unseres Projektes waren wichtige Voraussetzungen zu beachten, ein Zusammenspiel folgender Faktoren:
-
Klassengrösse
-
Klassenkonstellation (Anteil schwieriger Schüler)
-
Offenheit der Schüler für persönliche Entwicklungsschritte
-
Gutes Vertrauensverhältnis zwischen Lehrer und der Klasse
-
Konfliktfähigkeit zwischen Lehrer und Schüler
-
Sozialkompetenz der Schüler sollte geweckt sein
-
„Chemie“ zwischen Lehrer und AT-Vermittler muss stimmen
-
Lehrer sollte selbst AT-Erfahrungen gesammelt haben
-
Gegenseitige Bereitschaft für Flexibilität
-
Klarheit über Form und Dauer des Projektes schaffen
-
Der AT-Unterricht sollte immer Bezug nehmen auf die persönlichen Lebensumstände der Jugendlichen
-
Finanzierung des Projektes (in unserem Fall Freiwilligenarbeit mit kleinem Unkosten-beitrag)
Wer sich angesprochen und motiviert fühlt, mit seiner Klasse neue Erfahrungen zu machen, findet mit der F.M.Alexander-Technik eine Möglichkeit, nicht nur erweitertes Körperbewusstsein und Selbsterfahrung zu schulen. Die wohltuende Wirkung kann sich auch in hoch aktuellen Bereichen wie Suchtprävention, Konfliktbewältigung, Umgang mit Aggressionen und Gewalt zeigen.
Es liegt jedoch in der Verantwortung jedes Einzelnen Lehrers sowie auch des AT-Pädagogen, die Grenzen der eigenen Möglichkeiten auszuloten.
Wohlen / Rheinfelden, im September 2004
Ella Keusch und Rosa Luisa Rossi
|
|
|
| |
|
Schritt für Schritt - „F.M.Alexander-Technik im Kindergarten“ - Ein Pilotprojekt im Altstadt Kindergarten in 4310 Rheinfelden
Sommer 1996 – Sommer 1997
An 9 Vormittagen, von 9.00 – 9.45 Uhr
Kindergärtnerin:
Silvia Moser, Rheinfelden
Lehrerinnen der Alexander-Technik:
Rita Müller, 4310 Rheinfelden und Rosa Luisa Rossi, 4310 Rheinfelden
Schlusswort Rosa Luisa Rossi:
Die Erfahrungen mit diesem Projekt haben gezeigt, dass eine frühest mögliche Bewusstmachung von Fehlhaltungen bereits bei Kindern im Kindergarten durchführbar und sehr wichtig ist. Die Kinder sind im Vorschulalter für dieses Thema durchaus ansprechbar.
Ich war erstaunt darüber, wie schnell und lernfreudig die Kinder die neuen Informationen verstanden und wie sie meist mit Interesse und Begeisterung mitarbeiteten.
In der heutigen Zeit sind die Kosten für die Behandlung von Haltungsschäden enorm gestiegen und sie machen einen grossen Teil der Ausgaben im sozialmedizinischen Bereich aus. Verständlich, dass dieses Thema in der Politik zu grossen Diskussionen Anlass gibt. Nur weiss niemand so recht, wie eine Kostenreduktion durchgeführt werden könnte.
Ein neuer Ansatz wäre, Fehlhaltungen möglichst früh anzugehen. Die erste vom Staat erfassbare Möglichkeit dazu wäre bei den Kindern im Kindergarten. Im Kindergarten sollte beginnen, was sich auf die Zukunft des Kindes und damit auch auf weitere Generationen positiv auswirken könnte. Je länger wir nämlich eine Fehlhaltung zu einer uns lieben Gewohnheit machen, umso schädlicher wird sie später für unsere Gesundheit sein und den Staat zudem finanziell belasten.
In unserem Projekt habe ich die erfreuliche Erfahrung gemacht, dass Kinder in diesem Alter sehr empfänglich sind für Informationen über sich selbst. Man könnte das nützen und ihnen bereits das Wissen und die Erfahrung vermitteln, wie ein wohltuender Gebrauch von sich selbst umzusetzen ist. Dadurch werden sie mit der Zeit fähig, dies zu ihrem Wohle einzusetzen. Wenn sie nicht intensiv und wiederholt daran erinnert werden, vergessen sie den neuen Gebrauch ihrer selbst schnell wieder.
Wie wäre es, wenn die Prinzipien der Alexander-Technik ein fester Bestandteil der Schulung und Weiterbildung von KindergärtnerInnen und LehrerInnen würden ? Dadurch könnte dieses Wissen früh genug und möglichst weit gestreut unserer Bevölkerung weitergegeben werden.
Zahlen, welche belegen, wie viele % der Gesundheitskosten direkt oder indirekt auf Haltungsschäden zurück zu führen sind, waren nach langen Bemühungen bis jetzt leider nicht zu erhalten. Durch die Schulung der Kinder im Gebrauch von sich selber könnten meines Erachtens im gesundheitspolitischen Bereich etliche Summen eingespart werden. Diese würden die Kosten ausgleichen, welche für die Schulung der Pädagoginnen und Pädagogen zusätzlich eingesetzt werden müssten.
Für Interessierte
Ein ausführlicher Bericht, 46 Seiten, mit detaillierten Beobachtungen der Kinder, sende ich Ihnen auf Anfrage gerne zu. (Fr. 20.00)
Rheinfelden, 18. Oktober 1997 Rosa Luisa Rossi
|
|
|
|
|
|